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Frank Zappa:
Frank Zappa gilt als der bedeutendste Musiker und Komponist des modernen 20. Jahrhunderts. Zappa’s Werk umfasst musikalische Richtungen vom Rock, Jazz-Rock, klassischen Kompositionen, avantgardistischen Werken, bis hin zum Bigband-Sound und diversen tonalen Verrücktheiten. Dabei wurde Frank Zappa vom Doo Wop der 50er Jahre ebenso beeinflusst, wie von Varése und Tchaikovsky. Im Nachhinein kommt Zappa zu dem Schluss: „Der Unterschied zwischen klassischen Musikern und Rockmusikern ist der, dass die klassischen Musiker sich nur fürs Geld und für die Rente interessieren; die Rockmusiker dagegen interessieren sich nur fürs Geld und fürs Vögeln.“
Neben der Musik beschäftigte sich Frank Zappa als Regisseur, Maler und vor allem als ernst zu nehmender zeitgenössischer Kritiker. Kaum ein anderer Musiker wurde so oft zitiert, engagierte sich so vehement für die Freiheit künstlerischer Meinungsfreiheit und wurde auch in der politischen Szenerie derart geachtet wie Frank Zappa.
Das musikalische Schaffenswerk von Frank Zappa ist sicher keine leichte Kost, ist nicht Hitparaden kompatibel und etliche seiner Veröffentlichungen floppten. Dies war Zappa egal. Er ging stets unbeirrt seinen Weg, gemäß seinem Motto der konzeptionellen Kontinuität. Dass Frank Zappa aber durchaus kein abgehobener, unrealistischer oder gar weltfremder Zeitgenosse war, erschließt sich aus seiner Feststellung: „Wir leben nun mal alle in dieser Hülle, die man Körper nennt, und der scheint einfach besser zu funktionieren, wenn er bestimmte Dinge wie Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf hat.“ Noch deutlicher: „Der Job eines Komponisten besteht darin, Zeit zu dekorieren. Ohne dekorative Musik ist Zeit nichts weiter als ein Haufen langweiliger Produktionstermine oder Zahlungstermine. Lebende Komponisten haben das Recht auf eine Gegenleistung. Tote schreiben keine Rechnungen.“
Also produzierte Frank Zappa zwischendurch auch durchaus kommerziell ausgerichtete Alben wie die Trilogie „Joe´s Garage“ oder das Doppelalbum „Sheik Yerbouti“, aus dem der Singlehit „Bobby Brown“ stammt.
Denny Walley:
Denny Walley kennt Frank Zappa bereits seit seiner Kindheit, als er mit Frank´s Bruder Bobby befreundet war und mit ihm ab und zu bei Band-Proben zuhörte. Auch die kleinen Don Van Vliet und Jim Sherwood kennt Walley seitdem. Seinen musikalischer Werdegang startete er Anfang der 70er bei Geronimo Black, der Frustformation der Ex-Mothers Jimmy Carl Black, Don Preston, Bunk Gardner und Ray Collins. Zeugnis dieser Zusammenarbeit ist das 72er Album Geronimo Black, das einzige der nur zweijährigen Existenz der Band. 2008 wurde noch eine downloadbare Zusammenstellung mit Demos, Studio- und Liveaufnahmen mit dem Titel Welcome Back angeboten.
1975 war Denny Walley bei Frank Zappa und den Mothers der Gitarrist der Bongo-Fury-Tour. Sein Kumpel aus alten Zeiten Don Van Vliet, nun Captain Beefheart, war schwer von Denny´s Gesang und Gitarrenspiel beeindruckt und fragte ihn, ob er ihn auf den USA- und Europa-Tourneen begleiten wolle. Daraus entstand eine zweijährige Zusammenarbeit, von der leider nur wenig Tondokumente existieren. Lediglich der Track „Hoboism“ und die Originalaufnahmen zu „Bat Chain Puller“ bezeugen den Blues, den Denny Walley in die Magic Band brachte.
Im Herbst 1978 und Frühjahr 1979 ging Denny Walley dann noch zweimal mit Zappa auf Tour. Außerdem spielte Walley die Joe´s Garage-Trilogie und die Scheibe You Are What You Is mit ein und ist auf den Alben Tinseltown Rebellion und weiteren Live-Kompilationen von Frank Zappa zu hören.
Ray White:
Bis 1976 hatte Ray White noch nie etwas von Frank Zappa gehört. Ein Freund spielte ihm dann irgendwann mal „Montana“ vor und White dachte, dass der Typ, der sowas schreibt, der wohl durchgeknallteste Weiße dieses Planeten sein muss. War das eine Vorsehung? Durch einen puren Zufall wurde er nur eine Woche später zum Vorspielen bei Frank Zappa eingeladen. Der erkannte sofort das Potential von Ray White als Soul Sänger und White war dabei. Im Oktober ging Ray White gemeinsam mit Patrick O´Hearn, Terry Bozzio, Eddie Jobson und Frank Zappa auf Tournee. Im November kam Bianca Thornton für einige Gigs dazu. Beste Zeugnisse dieser Zeit sind die kürzlich erschienene DoCD „Philly `76“ und natürlich Illinois Enema Bandit auf der „Zappa in New York“.
Ray White machte dann noch die Europa-Tour im Januar und Februar mit. Nach einer Pause stieg er zur Nord Amerika Tour 1980 wieder bei Frank Zappa ein und stand nun erstmals mit Ike Willis gemeinsam auf der Bühne. Nach der sich daran anschließenden Europa-Tour legte er mal wieder eine Pause ein, stieg aber schon im September 1981 für ca. ein halbes Jahr wieder ein. Die letzte Zusammenarbeit von Ray White mit Frank Zappa kam 1984 während einer sechsmonatigen Tournee durch Nord Amerika und Europa zustande.
Die Alben „Zappa in New York”, “Joe's Garage”, “Tinsel Town Rebellion”, “You Are What You Is” sind einige der Alben von Frank Zappa, die unter Mitwirkung von Ray White entstanden.


