» Sebkha Chott
Tiefgang? Nö! Stil? Hmmm! Radikalität? Jaaa!!! Sebkha Chott steigt herab vom Tower of Babybel
We´re Only In It For The Subvention
Was um Himmels Willen soll der Schreiberling zu einer Band (?) wie Sebkha Chott berichten? Wie über ein solches Konglomerat von Gesangs- und Instrumentalanarchisten informieren?

Hier ein Versuch:
Fangen wir einmal an mit dem, was musikalisch auf der Bühne abgeht: Den Zuschauer erwarten Titel mit einer Länge von 10 Sekunden bis hin zu einer viertel Stunde. Diese werden dargeboten von Individuen in wüstester, obszöner und karnevalistischer Aufmachung. Ok, so was kann man bei einer Zappanale mit viel Wohlwollen als zappaesk bezeichnen, nicht aber das, was aus den Mündern und Instrumenten herausquillt. Nennen wir es der Einfachheit halber mal Improvisationstechnik mit Stilelementen aus Heavy Metal, Zheul, Folklore, Punk, Rock, Psychedelic, Funk, Avantgarde. Sebkha Chott nennen es „Mekanik Metal Disco“.
Noch ein Versuch:
Es ist, als ob man den Radiosender alle paar Sekunden wechseln würde, nur dass solche Musik zum Großteil dort nicht zu hören ist!
Nun, versteht Ihr mein Problem? Selbst ein Mike Patton ist gegenüber dem, was hier an babylonischer Dichte veranstaltet wird ein Waisenknabe – vordergründig! Denn (jetzt kommt´s) alles ist und hat ein Konzept. Die Show, die Titel in ihrer Gesamtheit und natürlich die Optik. All das, was den Zuschauer in den Anfangsminuten von der Bühne her zu erdrücken droht, ist als Gesamtkunstwerk ausgelegt, das als Solches entdeckt werden möchte. Vielleicht kann man dieses Spektakel auch als radikales Musiktheater bezeichnen, bei dem auch gerne mal ganz Mutige aus der Zuschauermenge teilhaben dürfen. Aus dieser Sicht bietet sich hier vielleicht ein Vergleich mit der Bühnenshow von Grobschnitt an.
Klar, dass so ein durchgedrehter Haufen auch schon einen Auftritt bei der Freakshow hatte. Vor zwei Jahren brachten sie dort Konfusion übers Volk und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Ihr könnt es glauben (oder auch nicht???): Eure wildesten Phantasien reichen nicht aus, um Euch vorstellen zu können, was Euch mit diesen Hyperaktivisten erwartet. Macht Euch bereit auf den Wahnsinn!
Derzeit munkelt man von folgender Besetzung (was aber gar nichts zu sagen hat):
Le VaGoDor Deu Sahpun (Saxophon), Wladimir Ohrelianov II (Gesang, Bass), Pr SiphonTrounezohle (Machine), Yüla Slipovitch (Gesang, Schlagzeug) und Tzom Trümb (Posaune)
Wer sich im Vorfeld schon mal tonal informieren möchte (das macht mal mit Euch selber aus) - Hier die Mekanik Metal Discographie: “De l'Existence de la mythologie Chottienne en 7 cycles" (2004), "Nagah-Mahdi - Opuscrits En Quarante-Huit Rouleaux" (2006), "Nigla(h) - Tapisseries Fines en XXX Scripts et LXX/X Trompettes" (2008), "De La Persistance de la Mythologie Chottienne en ??? Vélos"(2009)
http://www.myspace.com/sebkhachott
http://sebkhachott.websanslimit.net/

Les Pères de l'Invention :
Sebkha-Chott + Mentat Routage + Zonder Zeep + Genbaku Orchestra








