» Ensemble Ambrosius
Eine Zeitreise zurück ins MittelalterDas Ensemble Ambrosius wird einen Ausschnitt des Werkes von Zappa auf recht ungewöhnliche Weise interpretieren. Die Musiker spielen auf original Barock-Instrumenten. RDNZL oder Big Swifty umgeschrieben für Oboe, Barockvioline, Hackbrett, Mandoline und Cembalo? Nicht möglich? – Doch! Und zwar mit allen Finessen und humoristischen Einlagen.
Ich war bei der Zappanale #18 ehrlich gesagt gespannt, wie das Harmonia Ensemble beim Publikum ankommen wird und war überrascht, dass es nicht Rock sein muss, um die Besucher eines Festivals zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Und ich denke, das wird auch bei dieser finnischen Band so sein.
1995 bildeten Olli Virtaperko, Ere Lievonen und Jonte Knif die Urformation des Ensemble Ambrosius. Ihren ersten Auftritt hatten die drei Zappa-Enthusiasten mit dem Titel Uncle Meat bei einem Konzert an ihrer Uni. Was zunächst ein Gag war, entwickelte sich kontinuierlich weiter. Jasu Moisio kam dazu und das Quartett hatte im Juni 1997 einen ersten öffentlichen Auftritt, mit Zappa-Interpretationen und Eigenkompositionen zeitgenössischer Musik.
1999 verstärkten sich die vier Musiker mit drei weiteren Instrumentalisten: Matti Vanhamäki, Jani Sunnarborg und Tuukka Terho. In dieser Besetzung spielten sie ihr „The Zappa-Album“ ein. Nach ein paar Umbesetzungen besteht das Ensemble heute aus:

Olli Virtaperko (Barock Cello, Komposition, Arrangement)
Ere Lievonen (Cembalo, Orgel, Arrangements)
Eira Karlson (Barock und Arabische Geige)
Anni Haapamäki (Barock Oboe, Glockenspiel)
Veli Kujala (Akkordeon)
Eija Kankaanranta (Kantele)
Joni Leino (Percussions)
Es ist erst ein paar Jahre her, da war es für dieses Ensemble absolut nicht vorstellbar, mit ihrem Instrumentarium auf Tournee zu gehen, weil das einfach zu teuer gewesen wäre. Zum Glück sind sie noch mal in sich gegangen und haben sich davon überzeugen lassen, dass ein Auftritt bei einer Zappanale eben doch etwas ganz Besonderes ist.
Außer auf ihrem Zappa Album und ihrer CD „Metrix“ mit ausschließlich Eigenkompositionen sind sie 2007 nochmals auf einer CD vertreten. Auf dem Sampler „20 Extraordinary Renditions“ steuern sie ebenso wie 19 weitere Interpreten den Titel „The Idiot Bastard Son“ bei.








